Mode für den Mann
12-10-2011 | Von
Männer Mode bestand einst aus etwa drei Farben und wenig mehr Schnitten, ähnlich wie die Mode, die Pensionären zugemutet wird. Das Gute an so viel Einheitlichkeit: Mann kann nichts falsch machen. Was für den Modemuffel ein Vorteil ist, nervt den Mann, der sich gern modisch im Einklang mit seinem Körper, seinem Status und seinem Lebensgefühl kleidet, gehörig. Glücklicherweise sind die Zeiten des Grün-Blau-Karos als lebhaftestem Muster auf Feinstrickwesten vorbei. In den Anfangszeiten der Befreiung verstiegen sich Modemacher noch zu geschmacklich zweifelhaften Ideen wie knallrosa T-Shirts. Wenig später entdeckten Sie jedoch, dass man das Projekt attraktive Männermode auch anders anpacken kann. Wenn man sich heute maskuline Mode ansieht, betrachtet man Vielfalt und Ideenreichtum. Dieser manifestiert sich zunächst einmal in den Schnitten. Längst ist auch der Mann so körperbewusst, dass er lieber Teile trägt, die das Vorteilhafte seiner Figur betonen und das weniger Gewünschte kaschieren. Weiterhin hat die kurze Hose Einzug in die Mode für junge Männer gehalten, ein Gewinn, wenn man bedenkt, dass dem starken Geschlecht Röcke nicht zugänglich sind. Accessoires spielen eine immer stärkere Rolle. Diese Accessoires beschränken sich nicht mehr auf eine hippe Armbanduhr. Ketten und Armbänder sind aus der Mafia-Ecke geholt, entstaubt und so gestylt worden, dass man bei ihrem Anblick nicht mehr an Neapel und Maschinengewehre denkt. Als Bereicherung des sportlichen Outfits sind Teile der Outdoor-Mode eingeflossen. Herren dürfen zum sportliche Sakko jetzt gepflegte Trekkingboots tragen. Vorher undenkbare Materialkombinationen tragen zur Vielfalt bei. Lederhose zum Wollsakko ist inzwischen eine gute Idee.







